Ratgeber von erstmalreden.de

Hilfe für Geflüchtete mit Sprachbarriere

Nach Flucht, Unsicherheit oder Gewalt kann psychische Belastung sehr stark sein. Du musst das Hilfesystem nicht allein verstehen.

Trauma und Belastung ernst nehmen

Schlafprobleme, Angst, Panik, Rückzug, Schmerzen, Wut, Schuldgefühle oder ständige Anspannung können nach Flucht, Gewalt, Krieg, Verlust oder unsicherem Aufenthalt auftreten. Das heißt nicht, dass du schwach bist. Eine erste Beratung kann helfen, den Weg zu sortieren.

Sprache und Orientierung

Frage nach Dolmetschen, mehrsprachiger Beratung und psychosozialen Zentren. BAfF bietet Orientierung zu Zentren für geflüchtete Menschen. Je nach Region können auch Sozialberatung, Migrationsberatung, Hausarzt oder Beratungsstellen helfen, den nächsten Schritt zu finden.

Wenn Behörden oder Briefe Angst machen

Aufenthalt, Anhörungen, Briefe, Fristen oder Termine können seelische Belastung verstärken. Dann kann Sozialberatung wichtig sein. Psychische Hilfe und soziale Fragen hängen oft zusammen, auch wenn es verschiedene Stellen sind.

Was du sagen kannst

Ein Anfang kann sein: "Ich bin geflüchtet. Ich habe seelische Belastung. Ich schlafe schlecht, habe Angst oder bin sehr angespannt. Ich brauche Hilfe und eine Person, die übersetzt."

Notfall bleibt Notfall

Bei akuter Gefahr oder Lebensgefahr gilt 112. Diese Seite ersetzt keine Notfallhilfe, keine Therapie und keine Diagnose.

Was du jetzt tun kannst

  1. Sprache und Aufenthaltsort nennen.
  2. Psychosoziales Zentrum oder Sozialberatung suchen.
  3. Bei Gefahr 112 nutzen.

erstmalreden.de bietet Orientierung und Formulierungshilfe. Die Seite ersetzt keine Beratung, keine Therapie, keine Diagnose und keine Notfallhilfe.