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Geflüchtet: Trauma, Sprache und Behördenangst

Nach Krieg, Gewalt, Flucht, Verlust oder unsicherem Aufenthalt kann Hilfe suchen besonders schwer sein. Sprache und Behördenangst dürfen dabei mitgedacht werden.

Du musst nicht alles beweisen

Schlafprobleme, Erinnerungen, Panik, Rückzug, Schmerzen, Reizbarkeit oder ständige Anspannung können nach belastenden Erfahrungen auftreten. Eine erste Beratung kann helfen, ohne dass du alles beweisen oder sofort die ganze Geschichte erzählen musst.

Sprache direkt ansprechen

Sag früh, welche Sprache du brauchst. Frage nach Dolmetschen, mehrsprachiger Beratung, Migrationsberatung, Sozialberatung oder einem psychosozialen Zentrum. Wenn du unsicher bist, kannst du den Satz vorbereiten und vorlesen oder zeigen.

Behördenangst ist ein Thema

Wenn Briefe, Termine, Aufenthalt, Anhörung oder Behörden dich stark belasten, kann Sozialberatung helfen, den nächsten Schritt zu sortieren. Psychische Hilfe und soziale Fragen hängen oft zusammen. Du musst nicht alles allein verstehen.

Was du nicht erzählen musst

Du darfst langsam anfangen. Du musst beim ersten Kontakt nicht alle Details von Flucht, Gewalt oder Verlust erzählen. Es reicht zu sagen, was dich heute belastet und welche Hilfe du brauchst.

Bei akuter Gefahr

Bei akuter Gefahr oder Lebensgefahr gilt 112. Sprache darf dich nicht davon abhalten, Notfallhilfe zu rufen. Nenne Ort und dass es ein Notfall ist.

Was du jetzt tun kannst

  1. Sprache und Ort nennen.
  2. Sozialberatung oder psychosoziales Zentrum suchen.
  3. Bei Gefahr 112.

erstmalreden.de bietet Orientierung und Formulierungshilfe. Die Seite ersetzt keine Beratung, keine Therapie, keine Diagnose und keine Notfallhilfe.