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Was passiert, wenn ich 112 oder 116117 anrufe?

Viele Menschen haben Angst, wegen der Psyche eine Nummer anzurufen. Diese Angst ist verständlich. Wichtig ist: 112 und 116117 haben unterschiedliche Aufgaben.

112 ist für akute Gefahr

112 ist richtig, wenn jemand in unmittelbarer Gefahr ist, Lebensgefahr möglich ist, du dich oder andere nicht sicher findest oder sofort medizinische Hilfe nötig ist. Am Telefon wird zuerst geklärt, wo du bist, was passiert ist und ob jemand akut gefährdet ist.

Was bei 112 passieren kann

Je nach Lage können Rettungsdienst, Notarzt, Polizei oder andere Hilfe geschickt werden. Das heißt nicht, dass immer alles Dramatische passiert. Es heißt: Die Leitstelle versucht einzuschätzen, welche Hilfe jetzt nötig ist. Wenn Gefahr besteht, ist genau das der richtige Weg.

116117 ist kein Notruf

116117 ist der ärztliche Bereitschaftsdienst und Terminservice. Die Nummer passt, wenn du ärztliche Hilfe brauchst, die nicht lebensbedrohlich ist, wenn du außerhalb der Sprechzeiten nicht weiterweißt oder wenn du den Weg zu einer psychotherapeutischen Sprechstunde suchst.

Was bei 116117 passieren kann

Du wirst nach Beschwerden, Ort oder Postleitzahl und Dringlichkeit gefragt. Danach kann es Hinweise zu Bereitschaftspraxen, ärztlichem Bereitschaftsdienst, Terminservice, Patienten-Navi oder dem nächsten medizinischen Schritt geben. Bei schweren Notfällen ist 116117 nicht die richtige Stelle.

Ein Satz reicht für den Anfang

Du kannst sagen: "Mir geht es psychisch sehr schlecht. Ich weiß nicht, welche Hilfe passt. Ich brauche eine Einschätzung, ob es dringend ist." Wenn du dich akut nicht sicher fühlst, sage das direkt.

Was du jetzt tun kannst

  1. Erst klären: Besteht akute Gefahr?
  2. Bei Gefahr 112 nutzen.
  3. Bei nicht lebensbedrohlicher ärztlicher Frage 116117 nutzen.

erstmalreden.de bietet Orientierung und Formulierungshilfe. Die Seite ersetzt keine Beratung, keine Therapie, keine Diagnose und keine Notfallhilfe.