Ratgeber von erstmalreden.de

Hilfe für Angehörige

Wenn du dir Sorgen um jemanden machst, musst du nicht sofort die perfekte Lösung finden.

Vorsichtig ansprechen

Hilfreich ist oft ein konkreter, nicht bewertender Satz: "Ich mache mir in letzter Zeit Sorgen um dich und wollte hören, wie es dir wirklich geht. Du musst mir nichts erzählen, aber ich bin da."

Was eher hilft

Bleib bei Beobachtungen, sprich ruhig und mach ein kleines Angebot: gemeinsam eine Nummer ansehen, eine Nachricht formulieren, zum Hausarzt begleiten oder einfach dableiben. Sätze wie "Ich sehe, dass du dich zurückziehst" sind oft hilfreicher als Diagnosen.

Was oft nicht hilft

Sätze wie "Kopf hoch", "Reiß dich zusammen" oder "Andere haben es schlimmer" können beschämen, auch wenn sie gut gemeint sind. Besser ist: zuhören, nicht drängen, Sicherheit ernst nehmen und echte Hilfe möglich machen.

Nicht allein verantwortlich werden

Du darfst Unterstützung holen: Beratungsstelle, TelefonSeelsorge, Hausarzt, Krisendienst oder im Notfall 112. Du musst eine Krise nicht allein tragen und darfst auch auf deine eigenen Grenzen achten.

Bei Warnzeichen sofort handeln

Wenn jemand sich etwas antun will, nicht erreichbar ist, akut gefährdet wirkt oder du eine unmittelbare Gefahr siehst, rufe 112.

Was du jetzt tun kannst

  1. Beobachtung ruhig benennen.
  2. Angebot machen, ohne Druck.
  3. Bei Gefahr echte Hilfe holen.

erstmalreden.de bietet Orientierung und Formulierungshilfe. Die Seite ersetzt keine Beratung, keine Therapie, keine Diagnose und keine Notfallhilfe.